An unserem Hochzeitstag hat mein Mann etwas in mein Glas getan. Ich beschloss, es gegen das Glas seiner Schwester auszutauschen.

An unserem Hochzeitstag hat mein Mann etwas in mein Glas getan. Ich beschloss, es gegen das Glas seiner Schwester auszutauschen.

– Noch nichts. Nur eine Beobachtung.

– Und Sie überlegen sich, was Sie der Polizei sagen werden, falls ich mich entscheide, mit ihr zu sprechen.

In jener Nacht schlief er nicht.

Ich begann, Beweise zu sammeln. Korrespondenz, Apothekenquittungen, Telefonaufzeichnungen.

Nur zur Veranschaulichung
Eine Woche verging. Mein Mann wurde nervös.
Zu seiner eigenen Überraschung betrachtete er mich als die „ideale Ehefrau“ – liebevoll, verständnisvoll und in allem einverstanden.

Ich gab ihm alles, was ich gesammelt hatte: Quittungen aus der Apotheke, eine Aufzeichnung des Gesprächs, einen Screenshot der Korrespondenz von einer unbekannten Nummer, in der mein Mann schrieb:

„Nach dem Jahrestag ist alles vorbei.“

Ich spielte meine Rolle. Kochte Abendessen, hörte ihm zu, nickte. Bis zu jenem Abend.

Wir saßen am Kamin.

„Für uns“, sagte er.

„Für uns“, wiederholte ich und… berührte das Glas nicht.

In diesem Moment klopfte es an der Tür. Ich stand auf und öffnete sie.

Ein Polizist und ein Privatdetektiv standen an der Schwelle.

— Bürger Orlov, Sie sind wegen des Verdachts auf versuchten Mord verhaftet.

– Du… Du hast mich reingelegt?

„Nein“, sagte ich und trat näher, wobei ich ihm direkt in die Augen sah. „Du hast es dir selbst eingebrockt. Ich habe nur überlebt.“

Zwei Monate vergingen.

Nur zur Veranschaulichung
Das Leben ging seinen gewohnten Gang. Alle Beweise sprachen gegen ihn. Er saß in Untersuchungshaft, sein Anwalt wirkte niedergeschlagen.

Es wirkte alles zu normal. Zu ordentlich.

Eines Abends erhielt ich einen Anruf aus der Untersuchungshaftanstalt.

– Er möchte dich treffen. Er sagt, er werde dir die Wahrheit sagen – aber nur dir.

Ich habe lange auf das Handy geschaut. Aber die Neugier hat gesiegt.

„Weißt du“, er beugte sich näher, „du hast das völlig falsch verstanden. Du warst nicht das Ziel.“

Ich erstarrte.

– Was?

Post navigation

Leave a Comment

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

back to top